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2012

Der Januar wird auch Schneemonat, Wintermonat, Eismond, Eismonat und in Österreich Jänner genannt.

 

Bringt der Jänner warmen Regen,

fehlt's dann oft an Erntesegen.

(Bauernregel)

 Wir wünschen Euch einen guten Start ins Jahr 2012 und wir hoffen, dass alle Eure Wünsche und guten Vorsätze sich verwirklichen!

 

Auch im neuen Jahr wollen wir Euch mit Tipps, Ratschlägen und ein wenig Gartenhilfe zur Seite stehen.

Ebenso sind wir aber auch für Ratschläge, Tipps und Kritik sehr dankbar.

Über unsere Kontaktseite könnt Ihr jederzeit eine Frage stellen bzw. Eure Kritik loswerden.

Wir freuen uns natürlich auch über einen Eintrag von Euch in unserem Gästebuch!

Viel Spaß im neuen Gartenjahr!

Tamara, Florian und Dietmar

 

Was ist zu tun?

Auch wenn es im Garten zu dieser Jahreszeit noch nichts zu tun gibt, gibt es doch ein paar Dinge, auf die wir regelmäßig ein Auge werfen sollten.

Im Keller lagernde Dahlien- oder Gladiolenknollen sollte man hin und wieder auf  Schimmelbefall kontrollieren. Befallene Knollen sofort selektieren.

Zu viel Schnee schadet den Sträuchern und dem Rasen. Rasenflächen sollten daher bei Schneefall nicht betreten werden und Sträucher sollte man durch Abschütteln von der Schneelast befreien, um Astbrüche vorzubeugen.

Im Gartenteich droht den Fischen bei länger anhaltendem Frost Erstickungstod. Um einen Gasaustausch zu ermöglichen, sollte man vor dem Zufrieren Styropor oder einen Strohbündel auf das Wasser legen. Ein Tipp von uns: Eine kleine elektrische Luftpumpe, wie sie auch fürs Aquarium genutzt wird, mit einem langen Luftschlauch, der ins Wasser führt. Durch das stetige Aufsteigen von Luftblasen kann das Wasser an dieser Stelle nicht zufrieren. Außerdem hat diese Art noch einen tollen Nebeneffekt. Wir haben festgestellt, dass dadurch das Wasser klar bleibt. Die Pumpen haben ca 5-7 Watt und sind relativ kostengünstig. Allerdings sollte man auf einen wasserdichten Standort achten, da sie  meistens nur für den Innengebrauch zugelassen sind.

Unsere immergrünen Freunde, die im Kübel draußen überwintern, verdunsten auch im Winter Wasser. Deshalb an frostfreien Tagen mäßig gießen. Das gleiche gilt auch für die immergrünen Pflanzen, die im Garten wachsen.

Haselnüsse tragen nur an den äußeren Zweigen Früchte. Stehen die Sträucher zu dicht, läßt sehr bald der Ertrag nach. Desalb alle älteren Triebe im Inneren und lästige Bodentriebe entfernen.

Trockene Heizungsluft führt schnell zu braunen Blattspitzen u. -rändern. Empfindliche Pflanzen regelmäßig mit kalkfreiem Wasser einsprühen. Am besten ist zimmerwarmes Regenwasser. Gleichzeitig beugen wir so einem Spinnmilbenbefall vor, der durch trockene Heizungsluft ansonsten gefördert wird.

Rittersterne (Hippeastrum), auch Amaryllis genannt, sind um diese Jahreszeit wieder eine beliebte Blühpflanze auf der Fensterbank. Damit sie jedes Jahr wieder ihre Blütenpracht entfalten, sind einige Pflegetipps zu beachten. Januar-Februar: Ist die Pflanze verblüht, schneiden wir die Blütenstiele ganz ab. Die Blätter bleiben stehen! März-April: Wir gießen nur über den Untersetzer. Bitte nicht über die Zwiebel wässern - Fäulnisgefahr! Mai-Juli: All 14 Tage geben wir etwas Flüssigdünger ins Gießwasser. Die Rittersterne können wir bis Semptember an einen schattigen Platz ins Freie stellen. August: Die Pflanze bekommt ab jetzt kein Wasser mehr. September-Oktober: Eingetrocknete Blätter werden entfernt und wir lagern die Zwiebel trocken bei etwa 15°C. November: Die Zwiebel wird frisch eingetopft, dabei schaut ca 2/3 der Zwiebel aus der Erde. Wir stellen den Topf hell bei 18-20°C. Langsam mit dem Gießen beginnen und stetig steigern. Dezember: Die neuen Blüten bilden sich. Viel Erfolg!

Kakteen und Zitruspflanzen bis zum Frühjahr hell und kühl überwintern. Kakteen gar nicht und die Zitruspflanzen sehr sparsam gießen.

 

Buchsbaum (Buxus)

Buchsbaum  ist in den letzten Jahren zu einer der beliebtesten Gartenpflanzen geworden. Die Bezeichnung 'Friedhofspflanze' hat er schon längst abgelegt. Seine Verwendungsarten sind durch den problemlosen Schnitt und durch die vielzähligen Arten fast unbegrenzt.

Hier ein paar Erfolgstipps:

Ein guter Start in ein langes Leben

Der Buchsbaum wächst am besten auf kalkhaltigen, lehmigen Böden. Bei einem sandigen Boden sollte reichlich reifer Kompost eingearbeitet werden. Die Erde muss durchlässig und feucht sein, aber keine Staunässe! Der Buchsbaum verträgt Schatten und kommt auch gut im Wurzelbereich von Bäumen zurecht. Bei einem sehr heißen Standort mit hoher Sonneneinstrahlung kann der Buchsbaum schnell Blattschäden bekommen.

Die Hecke an der Terrasse ist 2 Jahre alt.

Pflanzung

Buchsbaum für Einfassungen wird oft als Topfware oder als wurzelnackte, bewurzelte Stecklinge angeboten. Die beste Pflanzzeit ist das Frühjahr. Die wurzelnackten Pflanzen vor dem Pflanzen in Wasser stellen. Für eine Hecke rechnet man pro Meter ca 5-7 Pflanzen. Nach dem Pflanzen reichlich anwässern und die Erde gleichmäßig feucht halten. Das Einkürzen der Pflanzen um ein Drittel fördert die Seitentriebbildung.

Verschiedene Sorten für jeden Zweck

Buchs gibt es in verschiedenen Arten und Sorten. Für Einfassungen wählt man am besten schwachwachsende Sorten wie 'Suffruticosa'  oder die etwas frosthärtere 'Blauer Heinz'. Für höhere Hecken kommt die Wildart Buxus sempervirens  oder starkwachsende Sorten wie 'Rotundifolia' oder 'Handsworthiensis' in Frage. Für kleine, geschnittene Kugeln eignen sich die Sorten 'Suffruticosa' und 'Green Gem' am besten, für höhere Skulpturen die höherwachsenden Sorten. Buntblättrige Züchtungen wie 'Elegantissima' sind relativ frostempfindlich und brauchen einen geschützten Standort.

Im  Vorgarten  - müsste dringend mal geschnitten werden!!!

Der Schnitt

Grundsätzlich gilt: Je öfter, desto besser!  Buchsbaum verträgt einen vierwöchigen Schnitt ohne weiteres. Starkwachsende Sorten werden erst dann richtig schön dicht, wenn  man öfters als einmal jährlich schneidet. Die Schnittsaison beschränkt sich auf die Hauptwachstumszeit von April bis September. Wichtig: Je öfter man schneidet, desto besser müssen die Buchsbäume mit Wasser und Nährstoffe versorgt werden, damit sie die fehlenden Blätter schnell ersetzen. Am besten schneidet man an einem nicht sonnigen Tag. Die Sonne würde die angeschnittenen Blätter schnell gelb werden lassen und es würde 3-4 Wochen dauern, bis die Pflanze wieder schön grün ist.

Das Schneiden einer Kugel - so gelingt es perfekt!

Wer ohne Hilfsmittel schneiden will, geht folgendermaßen vor: Zunächste einen waagerechten "Äquator" und vier senkrechte "Längsgrade" in die Kugel schneiden. Wenn diese Bahnen gleichmäßig rund sind, ist es einfach, die restlichen Felder auf die richtige Länge zu kürzen.

Neu ist eine Schablone: An einem Metallstab ist ein halbkreisförmiger Draht drehend befestigt. Man steckt den Metallstab senkrecht am Stamm in die Erde, stülpt die Hülse mit dem Metalldraht darüber und schneidet dann, den Draht langsam weiterdrehend, alles über den Draht stehende ab. So gelingt die Kugel perfekt.

Eine Buchskugel an der Haustür.

Die Vermehrung

Buchsbaum-Stecklinge wurzeln und wachsen zwar langsam, aber zuverlässig. Wer schnell große Pflanzen will, verwendet Stecklinge, die schon 20-30 cm groß sind. Sehr gut wurzeln sogenannte Risslinge: Man reißt sie einfach im Juli/August von der Mutterpflanze ab und entfernt mit einem scharfen Messer den überstehenden Rindenstreifen an der Rissstelle. Anschließend kürzt man alle Triebe um ein Drittel. Die Stecklinge brauchen nicht unbedingt eine Folienabdeckung. Man steckt sie an einem halbschattigen Platz direkt in lockere, humusreiche Gartenerde. Profis decken vor dem Stecken den Boden mit einer schwarzen Folie ab. So bleibt die Erde gleichmäßig feucht und das Unkraut wird unterdrückt. 

Frostschäden vermeiden

Bei Dauerfrost und klarem Himmel ist die Gefahr von Frostschäden groß, da die Blätter leicht austrocknen. Mit Schattiernetzen kann man zwar das Schlimmste verhindern, aber das  ist bei langen Hecken kaum praktikabel. Zur Vorbeugung von Frostschäden sollte man den Buchs nicht in die pralle Sonne pflanzen. Auch durch die richtige Sortenauswahl können Schäden verhindert werden. Als besonders winterhart gelten 'Blauer Heinz', 'Handsworthiensis' und 'Herrenhausen'. Eine Düngung im September mit Patentkali (Kalimagnesia) fördert das Verholzen und damit die Frosthärte der Triebe und Blätter. Bei frostfreiem Wetter eventuell die Pflanzen auch einmal wässern.

Eine ca 10 Jahre alte Hecke als Abgrenzung von Nutz- u. Ziergarten.

 

Das Gießen und Düngen

Buchs ist zwar trockenheitsverträglich, braucht als Kübelpflanze bei trockenem Wetter aber jeden Tag Wasser. Ein gelegentliches Abbrausen entfernt die Staubablagerungen auf den Blättern. Auch im Winter darf der Wurzelballen nie austrocknen.

Topfpflanzen brauchen ab Mitte  April bis September regelmäßige Nährstoffgaben. Im Handel gibt es speziellen Buchsbaum-Dünger, der einmal wöchentlich dem Gießwasser beigemischt wird. Im Garten reicht ein normaler Gartendünger, jedoch sollte der Stickstoffanteil erhöht sein. Stickstoffmangel erkennt man an rötliche oder bronzefarbene Blattverfärbungen.

Die Schädlinge

Der häufigste Schädling ist die Buchsbaumgallmücke. Sie legt ihre Eier Anfang Juni bevorzugt in den Blättern an den Triebspitzen ab. Bald entstehen blasenartige Aufwölbungen, in denen die Larven bis zum Schlüpfen im Mai des nächsten Jahres warten. Der ohnehin regelmäßige Schnitt hält den Befall in Grenzen. Eine chemische Bekämpfung ist im Mai z. B. mit Provado möglich. Das Triebsterben wird durch einen Pilz verursacht und zeigt sich durch eingetrocknete Triebspitzen, Blattflecken und später orangerosafarbene Pünktchen auf den Blättern. Bekämpfung: Rückschnitt und Pilzmittel wie z. B. Ortiva-Rosen-Pilzschutz.

Neue Pilzkrankheit

Neue Krankheit: Das Buchsbaumsterben (Cylindrocladium buxicola)

Die derzeit gefährlichste Krankheit für den Buchsbaum ist das sog. Buchsbaumsterben. Typische Schadsymptome der Pilzkrankheit sind dunkelbraune Blattflecken mit einem später auftretenden weißlichen Sporenbelag auf der Blattunterseite. Nach der Infektion breitet sich die Krankheit zügig aus, der Buchs verliert rasch die Blätter. Zusätzlich treten auf den Trieben schwarze Längsstreifen auf. Die Bekämpfung des Pilzes ist mit Fungiziden nur vorbeugend möglich (z.B. mit ORTIVA, das auch gegen Rostpilze an Buchs zugelassen ist). Alle erkrankten Pflanzen müssen frühzeitig entfernt werden um Ansteckungen benachbarter Buchssträucher zu vermeiden. Da der Pilz Dauerkörper ausbildet, muss man konsequent auch abgefallenes Laub sowie die oberste Erdschicht (ca 30 bis 35 cm) mit entfernen. Sämtliches Material über die Restmülltonne entsorgen!

Der Anfangs nur in Groß-Britannien, Frankreich und den Benelux-Staaten aufgetretene Pilz hat sich im Jahre 2007 über dem gesamten Bundesgebiet verbreitet. Nach anfänglichen Diskussionen über mehr oder weniger anfälligen Sorten sind die Fachleute mittlerweile dazu gekommen, dass alle Sorten erkranken können. Geschwächte Pflanzen werden bevorzugt befallen, für uns heißt das: Übermäßige oder zu schwache Bewässerung vermeiden und die Pflanzen gut düngen um Nährstoffmangel zu vermeiden.

 

Einfassung 'Blaues Beet', ca 1 Jahr alt.

Blätter und Stengel werden zur Zeit von einer neuen Pilzkrankheit geschädigt. Die Symptome: braune Blattflecken, teilweise mit orange-braunem Rand und dunkle Flecken auf den Stängeln, die sich von unten nach oben ausdehnen. Auffällig sind auch die reichlich auftretenden weißlichen Sporen auf der Blattunterseite. Gefördert wird der neue Pilz durch hohe Temperaturen und über längere Zeit feucht bleibende Blätter. Gegenmaßnahmen: Rückschnitt infizierter Triebe, befallenes Laub entfernen, Pflanzen am Abend nicht von oben gießen. Das Schadbild an Buchs-Blättern kann leicht mit dem Volutella-Triebsterben  verwechselt werden, dass orange-rosafarbene Pusteln hervorruft. Bekämpfungsmaßnahme: Rückschnitt der befallenen Triebe.

 

 Der immerwährende Kalender im Januar

1. Woche

2. Woche

3. Woche

4. Woche

Gehölze vor Schneebruch sichern

Eingelagertes Gemüse kontrollieren

Obstbäume zum Veredeln vorbereiten

Immergrüne Pflanzen bei wenig Schnee wässern

Blumenzwiebeln und Dahlienknollen überprüfen

Beerensträucher schneiden

Schnittsalat und Saatzwiebeln ins Frühbeet säen

Edelreiser in feuchten Sand einschlagen

Im Freien überwintertes Gemüse ernten

Eingelagertes Obst kontrollieren

Keimproben bei älteren Samen vornehmen

Bäume durch Kalkanstrich schützen

Spalierbäume beschatten

+++Termine 2012+++Termine 2012+++Termine 2012+++

(Die Termine sind nach PLZ sortiert und stellen keinerlei Wertung da)

14195 Berlin Dahlem   bis 26.02.12 "Die Welt der Palmen", Ausstellung und Palmenpfad im Botanischen Garten und Botanischen Museum, www.botanischer-garten-berlin.de

14055 Berlin  20. bis 29.01.12 Internationale Grüne Woche, weltgrößte Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau auf dem Messegelände, www.gruenewoche.de

30521 Hannover  28.01. bis 05.02.12 "Garten & Ambiente" auf dem Messegelände, www.heckmanngmbh.de

32108 Bad Salzuflen  13. bis 15.01.12 Outdoor-Messe "Garten" im Messezentrum, www.haus-garten-touristik.de/garten

49808 Solingen 27. bis 29.01.12 "Gartenträume" mit dem Motto: 'Fantasie und Kreativität ohne Grenzen' in den Emslandhallen, www.gartentraeume.com

54294 Trier  27. bis 29.01.12 Gartenmesse "DIGA", Messehalle, www.diga-gartenmessen.de

60323 Frankfurt  12.01. bis 05.02.12 Kamelienausstellung im Palmengarten, www.palmengarten.de

784765 Insel Mainau  14.01.12 Orchideen-Seminar mit anschaulichem Praxisteil. Anmeldung unter: 07531/303202, www.mainau-akademie.de

80638 München  21.12.11 bis 25.03.12 Tropische Schmetterlinge im Botanischen Garten München-Nymphenburg, www.botmuc.de

97209 Veitchshöchheim 10.01.12 "Englischer Landschaftsgarten", 24.01.12 "Entwicklung fernöstlicher Gärten", Vorlesungsreihe zur Geschichte der Gartenkunst in der bayerischen Landesanstalt für Wein- u. Gartenbau, www.lwg.bayern.de

------Alle Termine ohne Gewähr------